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  • Die ersten Feuerräder

    Weit vor Christi Geburt, erste Freudenfeuer zur Verabschiedung der dunklen Winternächte, gleichzeitig Opferfeuer an die Frühlingsgöttin „Ostara“ um eine gute Ernte bittend. Die ersten Feuerräder, die ja die brennende Sonnenscheibe darstellen sollen, werden auf Höhlenmalereien abgebildet.

  • Vincent von Agen

    In Frankreich wird über den Märtyrertod des Heiligen Vincent von Agen berichtet, wo ein brennendes Feuerrad einen Berg herabläuft.

  • Karl der Große

    784 feiert Karl der Große in Lügde das Weihnachtsfest. Der Überlieferung nach, soll er den heidnischen Brauch, den Feuerräderlauf zu Ehren der Frühlingsgöttin Ostara, nun zur Auferstehung Christi angeordnet haben. Nun spricht man vom "Osterräderlauf".

  • Brand im Kloster

    Am 21.03.wird das halbe Kloster Lorch durch einen Brand vernichtet. Verursacht durch brennende Räder die vom nahen Berg herunterrollten.

  • Bericht aus Würzburg

    Bericht aus Würzburg von Joh. Bohemus über die Sitte am Osterabend brennende Feuerräder von einer Höhe ins angrenzende Tal rollen zu lassen.

  • Generalvikar von Wydenbrück

    1743 erteilt der Generalvikar von Wydenbrück dem Bürgermeister und dem Rat der Stadt Lügde den Befehl, das Laufen der Osterräder abzuschaffen, da durch den Lauf der Räder viel Lärm und Versündigungen verursacht würden. (Quelle: Urkunde im Generalvikariatarchiv Paderborn)

  • Lieferung von Eichenholz

    Lieferung von Eichenholz für den Bau eines Osterrades (Stadtarchiv) Quelle: Stadtarchiv Stadt Lügde, sowie weitere Urkunden über Holzlieferungen

  • Gebrüder Grimm

    Die Gebrüder Grimm berichten von ca. 10 Orten in Mitteleuropa, wo Feuerräderläufe stattfinden.

  • Beschreibung des Osterräderlaufes

    Beschreibung des Osterräderlaufes. Hier ist die Rede vom "Räderlauf" von drei anliegenden Bergen, in deren Talkessel Lügde liegt. Quelle: Altertumsverein Paderborn

  • Bau der Eisenbahnlinie

    Durch den Bau der Eisenbahnlinie Altenbeken-Hannover können die Osteräder nur noch vom Osterberg laufen.

  • 1. Statuten

    1. Statuten des Osterdechenverein Lügde

  • Propaganda der NSDAP

    Die NSDAP übernimmt den Osterräderlauf für ihre Werbung bzw. Propaganda und veranstaltet eine „Tausendjahrfeier“ mit sieben Räder und Hakenkreuzdarstellung am Osterberg durch 200 Fackelträger.

  • Mutige Lügder

    Mutige Lügder „Wiederstandskämpfer“ errichten am 25. 07. 1935 ein 10 Meter hohes Kreuz auf dem Osterberg und setzten so ihr christliches Zeichen gegen die Vereinnahmung des alten Brauch-tums durch die Nationalsozialisten mit ihrem Neuheidentum.

  • Ende des 2. Weltkrieges

    1945 findet seit Jahrhunderten, bedingt durch das Ende des 2. Weltkrieges kein Osterräderlauf statt.

  • Wiederaufnahme

    Wiederaufnahme des traditionellen Osterräderlaufes.

  • Neues Osterrad

    Neues Osterrad mit der Inschrift: „Sechs Jahre nach Kriegsleid, immer noch friedlose Zeit“ vom Verfasser Eduard Stumpe.

  • Erstes Feuerwerk

    Mit einem kleinen Feuerwerk sollte die Veranstaltung attraktiver gestaltet werden.

  • Dechenverein hat nun eine „Bleibe“

    Dechenverein hat nun eine „Bleibe“ in einem Raum der ehemaligen Knabenschule Lügde.

  • Oberdechenwechsel

    Karl Matthias übergibt nach 34 Jahren als 1. Oberdeche, sein Amt an Johannes Günnewich.

  • Feuerwehrgerätehaus am Brückenturm

    Der Dechenverein übernimmt das renovierte ehemalige Feuerwehrgerätehaus am Brückenturm. Im Untergeschoss: Ausstellungsraum über die Geschichte des Osterräderlaufes. Im Obergeschoss: Versammlungsraum.

  • Streit um Lauffläche beigelegt

    Der jahrelanger Streit um ein Überlaufrecht über ein ein großes Grundstück innerhalb der Lauffläche der Osterräder am Osterberg, wird durch einen hohen einmaligen Betrag sowie einer jährlichen Entschädigungszahlung, beigelegt.

  • Neues Rad gestiftet

    Neues Rad gestiftet und angefertigt durch die Partnerstadt Angermünde mit dem Sinnspruch: „Freundschaft ich verkünde, Lügde – Angermünde„.